Trasszement ein wichtiger Baustoff

Trasszement ist ein sehr beliebter Baustoff und wird an vielen Orten eingesetzt, wo Feuchtigkeit eine große Rolle spielt. Da dieser Zement wasserdicht abdichtet und damit Gebäude gut schützt.

Last updated on März 2, 2022

Veröffentlicht am Feb. 19, 2022

Es gibt heutzutage eine ganze Reihe an unterschiedlichen Baustoffen, Trasszement ist einer von ihnen. Durch den zugegebenen Trass wird der Poertlandzement und damit der Trasszementmörtel ein widerstandsfähiger und wichtiger Baustoff. Richtig eingesetzt, kann er seine Stärken vorteilhaft ausspielen.


Was ist Trasszement?

Portlandzement als solcher wird aus zermahlenem Kalk mit Ton und anderen Bestandteilen hergestellt. Er ist ein Bindemittel, der Kies, Sand mit Wasser zu festem Beton oder Mörtel härten lässt. Trass ist ein Vulkangestein und enthält neben Kalk unter anderem auch Tonerde und Kieselsäure. Damit wird er zu den sogenannten Puzzolanen gezählt, ist jedoch keine eigenständige Gesteinsart, sondern wird von den Geologen als fein gemahlener und getrockneter Tuff eingeordnet.

Viele Puzzolane härten als Bindemittel völlig ohne Luft aus, damit können sie selbst unter Wasser eingesetzt werden. Wird Trass zum Zement als Zuschlagstoff beigemischt, bekommt der daraus hergestellte Trasszementmörtel besondere Eigenschaften. Im Zusammenspiel mit Kalk und Portlandzement kann Trass seine hervorragenden Eigenschaften entfalten und eignet sich als Zuschlagstoff sowohl für Kalkmörtel, als auch für Zementmörtel. Trass selbst besteht aus Kieselsäuren, Silizium- und Aluminiumverbindungen.


Die Herstellung

In der Regel wird Portlandzement als Grundstoff verwendet. Je nach Anwendung wird gemahlener Trass und spezielle weitere Zusatzstoffe in unterschiedlichen Anteilen beigemischt. Trasszement wird auch als Kompositzement, Puzzolanzement oder Portland-Kompositzement bezeichnet. Bereits die Römer wussten um die Wirkung der Puzzolane im Portlandzement und nutzten diese für ihre Bauwerke.

Für die Herstellung kann natürliches Puzzolan aus vulkanischer Asche, Tuffen, Bimsstein, Schiefer, Kieselgur oder opalinen Hornsteinen genutzt werden. Ebenso wird künstliches Puzzolan aus Silicastaub oder Flugasche genutzt. Die Herstellung von Trasszement ist relativ aufwändig und der dazu nötige Trass für Heimwerker nur schwer erhältlich. Daher wird Trasszement als Fertigmischung im Baustofffachhandel und Baumärkten angeboten.

Es gibt fertigen Trasszementmörtel, der lediglich noch mit Wasser versetzt werden muss. Dieser kann im Haus oder Garten gut für die vorgesehenen Arbeiten verwendet werden. Ist Trasszement vorhanden, lässt sich der Mörtel daraus auch selbst mischen: Ein Teil Trasszement wird mit drei Teilen Sand und der entsprechenden Menge Wasser vermischt und so lange gerührt, bis daraus eine homogene Masse entsteht.


Wann wird Trasszement verwendet?

Wird Trass zum Portlandzement gegeben, wird der daraus hergestellte Mörtel wasserdicht. Daher findet der Trasszement überall dort Anwendung, wo es um den Kontakt mit Feuchtigkeit geht. Er wird als Fugenmörtel, aber auch beim Verlegen von Terrassenplatten oder Natursteinen genutzt. Wird Trass zugegeben, erhöht sich die Dichte und damit auch die Widerstandskraft des Zements. Er verschließt Poren und verhindert so, dass Kalk ausblühen kann. Durch seine höhere Dichte ist er widerstandsfähig und hält lange.

Daher kommt er überall dort zur Anwendung, wo normaler Portlandzement nur eingeschränkt genutzt werden kann. Sind Bauwerke beispielsweise ständiger Feuchtigkeit ausgesetzt oder stehen sogar dauerhaft im Wasser, nimmt Trasszement nur wenig Feuchtigkeit auf. Auch Künstler nutzen diesen speziellen Portlandzement gerne. Da er dichter und feiner als herkömmlicher Zement ist, eignet er sich für bildhauerische Arbeiten entschieden besser.


Trasszement wird schützt vor Feuchtigkeit und dichtet gut ab
Trasszement wird schützt vor Feuchtigkeit und dichtet gut ab

Was ist der Unterschied zwischen Zement und Trasszement?

Zement wird durch die Zugabe von Trass zu Trasszement. Ursprünglich ist Portlandzement ein Bindemittel, das aus gemahlenem Kalk, Ton und einigen anderen Stoffen besteht. Wird der Zement mit Sand und Wasser vermischt, härtet er mittels Hydratation zu erstarrtem Mörtel oder Beton aus. Zement gibt es in ganz unterschiedlichen Sorten, je nach Verwendung. Trasszement ist eine davon. Wird Trass zum Zement gemischt bekommt der daraus hergestellte Mörtel besondere Eigenschaften.

Er bindet Kalk sehr gut und neigt daher deutlich weniger stark zu Kalkausblühungen als bei einem verwendeten Portlandzement ohne Trass. Daher wird dieser spezielle Portlandzement häufig zur Verfugung von Natursteinen genutzt. Er ist nach der Aushärtezeit dichter als normaler Portlandzement und verschließt dank seiner gelartigen Struktur Poren sehr gut. Das macht diesen speziellen Portlandzement wasserdicht. Werden die entsprechenden Voraussetzungen eingehalten, kann dieser sogar für den Bau von Teichen eingesetzt werden.

Werden Armierungen aus Eisen eingesetzt, sollte jedoch normaler Portlandzement verwendet werden. Die Aushärtezeit von Portlandzement mit Trass als Zuschlagstoff ist zudem deutlich länger. Damit entstehen weniger Spannungen zwischen den verwendeten Stoffen, die durch den Portlandzement als Bindemittel miteinander verbunden werden. Weil der daraus hergestellte Mörtel wesentlich dichter ist als normaler Zementmörtel, braucht er eine deutlich längere Aushärtezeit. Damit entstehen deutlich weniger Spannungsrisse. Durch den Trass wird der Mörtel fast wasserdicht. Er bindet die Kalkbestandteile, sie blühen daher kaum aus und der Baustoff verwittert nur sehr langsam.

Bei Armierungseisen sollte nur normaler Zement verwendet werden.
Bei Armierungseisen sollte nur normaler Zement verwendet werden.

Was kann ich mit Trasszement machen?

Diese spezielle Zementmischung ist sowohl für den Innen- aber ganz besonders auch für den Außenbereich geeignet. Mit ihm lassen sich Natursteinmauern und -treppen bauen, mit ihm lassen sich auch Platten auf der Terrasse verlegen. In diesem Fällen würde verwendeter Portlandzement zu Kalkausblühungen neigen. Gleichzeitig wird die gesamte Oberfläche wasserdicht und lässt sich daher deutlich leichter reinigen. Friert es im Winter, verhindert der Einsatz von Trass im Portlandzement, dass der Frost den Mörtel aufsprengt.

Mit Trasszementmörtelverfugte Steine halten daher besonders lange. Im Garten- und Landschaftsbau wird der Spezialzement zur Auskleidung von Wasserbecken genutzt. Ebenso dient er als Bett für Betonflächen oder Naturstein. Auch wenn der Preis etwas höher als gewöhnlicher Portlandzement ist, lohnt es sich, ihn für folgende Verwendungen einzusetzen:

  • Verfugen von Pflaster aus Granit oder Polygonalplatten
  • Einsatz bei Verblendmauerwerk und Schutz vor Schlagregen
  • Teichbau und Bau von Wasserläufen im Garten

Ist Trasszement frostsicher?

Mit dem Begriff Trass werden Sediment- und Magmagesteine bezeichnet, die Kieselsäure, Alkalimetalle und Aluminiumoxid enthalten. Sie werden als fein gemahlener Tuff natürlichem Portlandzement beigemischt und gehen mit Wasser und Kalkhydrat eine kristalline Verbindung ein. Damit hergestellter Beton oder Mörtel wird sehr dicht, fest und hart. Portlandzement enthält Kalkstein, Ton, Sand und Eisenerz und härtet als hydraulisches Bindemittel an der Luft und unter Wasser aus. Der Zusatz von Trass macht Mörtel wasserdicht.

Trasszement ist wasserdicht und damit auch so gut wie frostsicher
Trasszement ist wasserdicht und damit auch so gut wie frostsicher

Daher findet der damit hergestellte Beton überall dort Verwendung, wo Feuchtigkeit im Spiel ist. Da dieser spezielle Beton wasserdicht ist, kann auch im Winter kein Wasser eindringen und bei Frost zu Abplatzungen oder Frostsprengungen führen. Daher ist der daraus hergestellte Mörtel durchaus frostsicher. Je nach Anwendung gilt es, den Anteil an Trasszement entsprechend anzupassen. Werden Natursteine zu einer Mauer verbaut, gelangt an die Fugen deutlich weniger Wasser als bei einem Bodenbelag. Je stärker ein Bauwerk dauerhafter Nässe ausgesetzt ist, desto höher sollte der entsprechende Anteil sein.


Ist Trasszement wasserdurchlässig?

Wird Trass zum Mörtel zugegeben, wird dieser wasserdicht, widerstandsfähiger und dichter. Daher wird der damit hergestellte Mörtel vor allem dort an den Bauteilen eingesetzt, die besonderer Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Das betrifft das Verlegen von Platten auf Terrassen, aber auch den Bau einer Mauer aus Natursteinen.

Ein mit Trasszementverfugtes Pflaster aus Granit ist für Wasser undurchlässig, da dieser Baustoff die Fugen wasserdicht abdichtet. Soll das Pflaster dagegen wasserdurchlässigverfugt werden, sollte ein anderer Baustoff verwendet werden. Für das Fundament einer aus Natursteinen errichteten Mauer ist der mit Trass versehene Beton hervorragend geeignet, die Steine können sich nicht verfärben und der Kalk blüht nicht aus.


Wie verarbeitet man Trasszement?

Die Fertigmischung gibt es im Baustoffhandel und im Baumarkt. Es gibt ihn als bereits fertig gemischten Trasszementmörtel. Dieser muss lediglich noch mit der angegebenen Menge an Wasser vermischt werden. Der Mörtel lässt sich aber auch selbst mischen. Dafür werden bei Arbeiten im Garten beispielsweise drei Teile Sand mit einem Teil Trasszement vermischt. Wird der Baustoff im Inneren des Hauses eingesetzt, kann die Mischung auch mit vier Teilen Sand gemischt werden. Wie bei anderen Baustoffen, richtet sich die genaue Mischung nach der gewünschten Anwendung.

Während beim Teichbau die Konsistenz deutlich fester sein muss, damit eine Modellierung der Form möglich ist, wird beim Verfugen von Platten eine flüssigere Konsistenz gewählt. Die gewünschte Konsistenz wird durch die Menge des verwendeten Wassers erreicht. Die Mischung wird flüssiger, wenn mehr Wasser zugegeben wird. Trotzdem sollte sich die zugegebene Menge an Wasser nach den empfohlenen Werten richten.

Andernfalls kann der Mörtel einige seiner positiven Eigenschaften verlieren oder härtet nicht richtig aus. Zum Mischen eignet sich ein normaler Betonmischer, kleinere Chargen können aber auch in einem Kübel mit Hilfe einer Bohrmaschine angemischt werden. Ein entsprechender Rühraufsatz komplettiert dabei die Bohrmaschine.


Wie lange muss Trasszement aushärten?

Portlandzement ist ein poröser Baustoff, der mit Wasser angemischt wird und daher Wasser enthält. Er härtet langsam aus, zunächst an der Oberfläche. Wirkt diese bereits trocken, ist die innen liegende Schicht immer noch feucht. Wie lange die Aushärtung tatsächlich dauert, hängt von der Dicke des eingesetzten Betons und den Bedingungen der Umgebung ab.

Ein trasshaltiger Mörtel härtet nur sehr langsam aus. In Abhängigkeit von der Dicke kann sich dieser Prozess auch über Monate hinweg ziehen. Dank dieser langen Aushärtezeit kommt es nicht zu Spannungen in den damit verbundenen Materialien. Grundsätzlich ist das Aushärten eine chemische Reaktion, keine einfache Trocknung.

Je dichter der damit hergestellte Beton sein soll, desto länger muss er aushärten. Daher wird in der DIN in der Regel kein konkreter Zeitraum angegeben, sondern die Mindesthärte definiert. Wird er als Mörtel verwendet, ist die Oberfläche in der Regel bereits nach einigen Stunden trocken. Das reicht für eine weitere Bearbeitung durch Glätten oder einen Anstrich aus. Einer mechanischen Belastung sollte der Mörtel jedoch erst nach der Aushärtezeit ausgesetzt werden. Das gilt auch, wenn dieser mit einem zusätzlich versiegelnden Anstrich versehen werden soll.


Wie viel kostet Trasszement?

Im Baustofffachhandel und in den Baumärkten gibt es fertig gemischten Trasszementmörtel zu kaufen. Der Preis für einen Sack mit 40 Kilogramm liegt um die 11 Euro. Trasszement kostet in einem Sack mit 25 Kilogramm Inhalt ab sechs Euro. Wie hoch der Preis tatsächlich ist, hängt vom Anbieter ab. Daher lohnt sich ein Preisvergleich auf jeden Fall. Zusätzlich zum Preis kommen die Transportkosten.

Ein Sack Trasszement mit 25 Kilo je Sack kostet ca. 6-10 Euro

Diese können ebenfalls deutlich voneinander abweichen. Die benötigten Menge ist ein weiterer Aspekt, der sich deutlich auf den Preis auswirken kann. Je mehr Trasszement benötigt wird, desto weniger kostet er im Verhältnis. Wer also für ein größeres Bauwerk eine größere Menge benötigt, kann auch ein Angebot bei einem nahe gelegenen Zementwerk anfordern und ihn - einen entsprechenden Preis vorausgesetzt - dort kaufen.


Fazit

Der auf Basis von Portlandzement hergestellte Trasszement, auch als Puzzolanzement, Kompositzement oder Portland-Kompositzement bezeichnet, bildet mit Wasser vermischt eine kristalline und feste Struktur. Der verwendete Trass sorgt dafür, dass der daraus hergestellte Mörtel wasserdicht, frostsicher und besonders fest ist. Dafür braucht er deutlich länger zur Aushärtung und ist etwas teurer im Preis.

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